Buchmarketing kann ich auch

Zumin­dest kann ich dort hin fah­ren, wo es in geball­ter Form betrie­ben wird:

Auf einer Buchmesse, in meinem Fall in Frankfurt.

Denn dort fin­det sich alles, was das Herz eines Buch­freun­des begehrt:

  • Ein eige­ner Bereich für die Self­pu­blisher und die, die es wer­den wollen.
  • Vor­trä­ge über das rich­ti­ge (oder auch fal­sche) Marketing.
  • Erfah­rungs­aus­tausch.
  • Vor­stel­lung neu­ester Techniken.

Und so viel mehr, denn es ist wirk­lich von allem und für alle etwas dabei.

Wart ihr schon ein­mal dort? Ich kann nur sagen, es lohnt sich. Natür­lich darf man sich von den Men­schen­mas­sen nicht abschrecken las­sen. Aber da sogar ich, die schon ner­vös wird, wenn mehr als 10 Men­schen gleich­zei­tig um sie her­um ste­hen, es schaf­fe, ist es mach­bar. Mir­jam nennt es, sei­ne Kom­fort­zo­ne ver­las­sen. Das trifft es auch am besten.

Die­ser Schritt hat mich also nach Frank­furt geführt. Einen klei­nen Ein­blick in mei­nen Mes­se­tag, könnt ihr auf mei­ner Home­page bekom­men. Da wer­det ihr sehen, wie span­nend es ist, sich ein paar Stun­den in einem begrenz­ten Gebiet mit Gleich­ge­sinn­ten auf­zu­hal­ten. Es ist ein stän­di­ges Gemur­mel, teil­wei­se wird es laut, wenn die Lüf­tung plötz­lich lärmt oder Vor­trä­ge über Laut­spre­cher über­tra­gen wer­den. Dazu die bun­te Viel­falt an Men­schen aller Altersklassen. 

Einer­seits gibt es sie, die Unru­he und die Hek­tik, die bei Groß­ver­an­stal­tun­gen zu spü­ren sind. Gleich­zei­tig fin­det man aber immer Men­schen, die aus die­sem Bild her­vor­ste­chen. Eltern, die ihre Kin­der mit­neh­men, um ihnen viel­leicht bereits die Atmo­sphä­re zu ver­mit­teln, die von den Wän­den – voll­ge­stopft mit Büchern – aus­geht. Men­schen, die vor den Rega­len ste­hen. Eini­ge bewe­gen ihre Lip­pen, wenn sie sich eine Lese­pro­be zu Gemü­te füh­ren. Dann nimmt man ihn auf, den Geruch neu­er Bücher, zum Teil noch ein­ge­schweißt. Bei man­chen ist viel­leicht die Drucker­schwär­ze noch warm. Ande­re sind nicht recht­zei­tig ange­lie­fert wor­den, wie uns (mei­ne Freun­din hat mich beglei­tet) Ulri­ke Hel­mer vom gleich­na­mi­gen Ver­lag erzählt hat. Das war scha­de, aber es war trotz­dem span­nend zu erfah­ren, wie schwer es auch in einem renom­mier­ten Ver­lag fällt, einen Titel zu fin­den, der genau zu die­sem einen Buch passt. Es war alles in allem sehr inter­es­sant einer Ver­le­ge­rin zuzu­hö­ren, die über 30 Jah­re Erfah­rung ver­fügt und zu jeder „ihrer“ Auto­rin­nen und deren Bücher eine Geschich­te erzäh­len kann. 

Auch die Neu­gier­de eines Ver­le­gers haben wir mit­be­kom­men, wenn es dar­um geht, Leser direkt danach zu fra­gen, wie sie ein bestimm­tes Buch emp­fun­den haben. Das ist viel­leicht einer der vie­len Grün­de, war­um Ver­la­ge es Jahr für Jahr auf sich neh­men, zur Frank­fur­ter Buch­mes­se zu fah­ren. Denn schließ­lich ist der Zeit- und auch Kosten­auf­wand nicht uner­heb­lich. Der Aus­tausch mit Pro­fis war auch einer der Grün­de, war­um mei­ne Freun­din und ich als Lese­rin­nen nach Frank­furt gefah­ren sind. Bei mir war es auch das Inter­es­se als Auto­rin. Es war jeden­falls sehr schön mit Ulri­ke Hel­mer (Ulri­ke Hel­mer Ver­lag) und Jim Baker (Quer­ver­lag) über Bücher, die Buch- und die Ver­lags­bran­che zu reden. Dan­ke Ihnen bei­den dafür.

Am Ende habe ich viel für mich und auch Mir­jam Hoff mit­ge­nom­men. Da sie lei­der krank war, konn­te sie uns nicht beglei­ten. Aber näch­stes Jahr im März fin­det ja wie­der die Leip­zi­ger Buch­mes­se statt. Die haben wir bereits für einen gemein­sa­men Besuch im Blick – und zwar nicht (nur) als Lese­rin­nen. Da wir uns im Augen­blick so viel mit dem Mar­ke­ting beschäf­ti­gen, kann Leip­zig durch­aus eine wei­te­re Stu­fe in unse­rer Zusam­men­ar­beit sein. 

Jeden­falls hof­fe ich, dass ich Mir­jam bei mei­nem Bericht am näch­sten Tag mei­ne Ein­drücke und Erleb­nis­se von der Frank­fur­ter Buch­mes­se rich­tig ver­mit­teln konn­te. Und ich hof­fe auch, dass mir das auch bei euch gelun­gen ist.

Ja, ich kann Buch­mar­ke­ting. Zumin­dest kann ich es von ande­ren lernen.

In die­sem Sin­ne, wer­den wir uns sicher wei­ter lesen.

Eure Rike

(Foto: Mes­se­im­pres­sio­nen von Marc Jac­quemin, © Frank­fur­ter Buchmesse)

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