Buchmarketing ist mehr als Werbung

Ihr habt euren Roman fer­tig. Jetzt sol­len die Leser da drau­ßen davon erfah­ren. Sie sol­len so neu­gie­rig wer­den, dass sie das Buch unbe­dingt kau­fen wol­len. Schließ­li­ch habt ihr eine sehr gute Geschich­te erzählt.

Das heißt, es geht ans Ver­mark­ten.

Buch­mar­ke­ting ist mehr als Wer­bung wei­ter­le­sen

Von der Lesung zur Kurzgeschichte

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Könnt ihr euch noch an Mir­jams Lesung im *sowie­so* in Dres­den erin­nern?

Wie? Ihr wart nicht da?

Dann habt ihr etwas ver­passt. Sie hat dabei näm­li­ch einen klei­nen Aus­zug aus ihrer Kurz­ge­schich­te „Der zwei­te Haupt­satz der Ther­mo­dy­na­mik“ zum Besten gege­ben. Es ist eine der Geschich­ten, die wir in unse­rer Antho­lo­gie „Wenn die Phy­sik stimmt“ ver­öf­fent­licht haben. Wie ihr viel­leicht wisst, haben wir dar­in an ins­ge­samt fünf phy­si­ka­li­schen Theo­ri­en bewie­sen, dass die Lie­be eine Natur­wis­sen­schaft ist.

Von der Lesung zur Kurz­ge­schich­te wei­ter­le­sen

Buch – Assoziation, Rezension, Inspiration

Heu­te möch­te ich mal offen­le­gen, was mit mei­nem Kopf pas­siert, wenn ich ein gutes Buch lese – was es mit mir als Autor, nicht nur als Leser, anstellt und war­um es sich lohnt, das eine gute Buch zu suchen.

Ein neu­es Buch liegt vor mir auf dem Tisch, über das ich eine Rezen­si­on schrei­ben wer­de. Ich las­se die Fin­ger über das schmuck­lo­se Cover glei­ten und den­ke über den Titel nach: »Über­tra­ge­ne Nähe« von sara rei­chelt

Was fällt mir ein, dazu? „Über­tra­gung“, klar ein Begriff aus der Psy­cho­ana­ly­se, stammt von Sig­mund Freud – aber auch wenn ich das nicht wüss­te, wer­de ich durch den Unter­ti­tel „Aus dem See­len­le­ben eines Psy­cho­the­ra­peu­ten“ schnell auf das eigent­li­che The­ma des Buches auf­merk­sam gemacht.

War­um soll­te es eigent­li­ch kei­ne Über­tra­gung geben, zwi­schen The­ra­peut und Pati­ent – den­ke ich und ein ande­rer Begriff fällt mir ein. Das „Locard´sche Prin­zip“ Die­ses Prin­zip, das um 1910 for­mu­liert wur­de, besagt, dass kein Kon­takt zwi­schen zwei Objek­ten voll­zo­gen wer­den kann, ohne dass die­se wech­sel­sei­ti­ge Spu­ren hin­ter­las­sen. Das ist natür­li­ch ein Begriff aus der Kri­mi­na­li­stik.

Buch – Asso­zia­ti­on, Rezen­si­on, Inspi­ra­ti­on wei­ter­le­sen

Buchmarketing kann ich auch

Zumin­dest kann ich dort hin fah­ren, wo es in geball­ter Form betrie­ben wird:

Auf einer Buchmesse, in meinem Fall in Frankfurt.

Denn dort fin­det sich alles, was das Herz eines Buch­freun­des begehrt:

  • Ein eige­ner Bereich für die Self­pu­blis­her und die, die es wer­den wol­len.
  • Vor­trä­ge über das rich­ti­ge (oder auch fal­sche) Mar­ke­ting.
  • Erfah­rungs­aus­tau­sch.
  • Vor­stel­lung neu­ester Tech­ni­ken.

Und so viel mehr, denn es ist wirk­li­ch von allem und für alle etwas dabei.

Wart ihr schon ein­mal dort? Ich kann nur sagen, es lohnt sich. Natür­li­ch darf man sich von den Men­schen­mas­sen nicht abschrecken las­sen. Aber da sogar ich, die schon ner­vös wird, wenn mehr als 10 Men­schen gleich­zei­tig um sie her­um ste­hen, es schaf­fe, ist es mach­bar. Mir­jam nennt es, sei­ne Kom­fort­zo­ne ver­las­sen. Das trifft es auch am besten.

Buch­mar­ke­ting kann ich auch wei­ter­le­sen

Buchmarketing – Teil 2 und Teil 3

Jetzt bin ich wirk­li­ch krank. Und zu Hau­se. Das heißt, ich habe neben Husten, Schnup­fen und Glie­der­schmer­zen auch ein paar Nach­mit­ta­ge Zeit, mich ans Tele­fon zu hän­gen. Ich muss schließ­li­ch ein Buch ver­kau­fen. In mühe­vol­ler Klein­ar­beit habe ich mir eine lan­ge Liste (15 Sei­ten) von Adres­sen her­aus gesucht, wo es sich lohnt, ein paar unse­rer Fly­er aus­zu­le­gen. Aber ich möch­te höf­li­ch sein – ein paar Worte wech­seln und nach­fra­gen ist das Min­de­ste.

Tele­fo­nie­ren ist auch viel ein­fa­cher als vor­zu­le­sen. Oder nicht? Auf jeden Fall ist es auf­re­gend. Heu­te habe ich fünf Num­mern von mei­ner Liste ange­ru­fen, dann war ich ein adre­na­lin­ge­flu­te­tes Bün­del Ner­ven. Obwohl mir tat­säch­li­ch alle Ange­ru­fe­nen ihre Zustim­mung zum Fly­er aus­le­gen gege­ben haben. Dan­ke dafür.

Buch­mar­ke­ting – Teil 2 und Teil 3 wei­ter­le­sen

Buchmarketing für Anfänger

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Fotos von Kristin Weinhold

Ich lese vor! Mit Publikum! Laut…Am Freitagabend!!!

Klar, dass ich krank wer­de. Die Migrä­ne lau­ert schon seit Mitt­wo­ch und am Frei­tag­nach­mit­tag steht fest, dass sie sich höch­stens mit einer 100mg-Tablet­te Suma­trip­t­an effi­zi­ent bekämp­fen lässt. Wet­ter, Müdig­keit und Auf­ge­regt-sein sind ein­fach nicht gut bei chro­ni­schen Kopf­schmer­zen und für schüch­ter­ne Auto­ren. Aber was muss, dass muss! Also las­se ich mein Mit­tag aus­fal­len und schlucke die bit­te­re Pil­le mit viel Was­ser, dann set­ze ich mich vor dem Büro irgend­wo auf eine Bank und lese halb­laut mei­nen Text. Fühlt sich nicht gut an. Ich bin nicht wit­zig genug. Und über­haupt.

Aber eine öffent­li­che Lesung ist nun mal der näch­ste Schritt in unse­rem Buch­mar­ke­ting­kon­zept. Sicht­bar­keit schaf­fen, mit der man dann wie­der eine Rück­kopp­lung zu den sozia­len Medi­en schaf­fen kann. So mei­ne Theo­rie und mein Plan. Also raus aus der Kom­fort­zo­ne und unter Leu­te und acht­ein­halb Minu­ten? Komm schon Mir­jam, stell dich nicht so an.

Also habe ich bis 19:00 Uhr mei­ne Hal­tung und mei­ne Kopf­schmer­zen in den Griff bekom­men und ste­he an der Bar des *sowie­so*. Ich bin erst kurz vor 21:00 Uhr dran, als Vor­letz­te von zehn Künst­le­rin­nen, die sin­gen, lesen und per­for­men. Es ist ziem­li­ch voll und ich bin sehr dur­stig. Ein Blick in die Kar­te ver­rät mir, dass Mix­ge­trän­ke nur „sel­ten da sind“. Also neh­me ich das. Ein Glas Rum-Cola. Ein Glas Ruhm-Cola. Naja, viel­leicht Semi-Ruhm-Cola.

Buch­mar­ke­ting für Anfän­ger wei­ter­le­sen

Die Physik stimmt im *sowieso*

Was habt ihr am 30.09.2016 vor?

… bestimmt Eini­ges, aber viel­leicht habt ihr trotz­dem Zeit, ab 15.00 Uhr ins *sowie­so* nach Dres­den zu kom­men. Dort wird im Rah­men des 25ten Geburts­tags ein „Open Hou­se of Crea­ti­vi­ty“ abge­hal­ten. Als eine der Künst­le­rin­nen wird Mir­jam Hoff aus unse­rem gemein­sa­men Werk „Wenn die Phy­sik stimmt“ eine klei­ne Lese­pro­be zum Besten geben. Das genaue Pro­gramm fin­det ihr hier:

programm_sowieso

Hier steht es schwarz auf weiß!

Mirjam Hoff hält eine Lesung ab!

Und zwar eine kur­ze Lesung zu einer kur­zen Geschich­te.

(Eine lan­ge hät­te auch nicht gepasst.)

Lei­der kann ich an die­sem Tag nicht nach Dres­den kom­men, um viel­leicht selbst auch etwas vor­zu­tra­gen.

Gut, die­je­ni­gen unter euch, die auf mei­ner Home­page mei­ne Gedan­ken zu die­sem The­ma gele­sen haben, wer­den jetzt ver­mut­li­ch sagen: „Klar doch“ und dabei mit dem Zei­ge­fin­ger ein Unter­lid etwas nach unten zie­hen

Aber ich arbei­te an mei­nem Mut, damit ich euch auch irgend­wann ein­mal, live und in Far­be die eine oder ande­re Sze­ne aus einer mei­ner Geschich­ten so vor­le­sen kann, wie ich sie beim Schrei­ben vor Augen hat­te.

Bis es soweit ist, lesen wir uns alle aber sowie­so.

Eure Rike

Neuigkeiten zu unserem Buch

Unsere Anthologie IST veröffentlicht

Nun kön­nen wir uns tat­säch­li­che Ver­le­ge­rin­nen nen­nen. Es ist erstaun­li­ch, was es alles zu beden­ken gibt, bevor man auf den gewähl­ten Platt­for­men das Wort »Ver­füg­bar« lesen kann. Aber wir haben dabei auch gelernt. Unter ande­rem das hier:

  • Die Datei, die man auf sei­nem Rech­ner hat, und aus der dem­näch­st auch noch ein gedruck­tes Buch wer­den soll, hat 280 Sei­ten – akzep­tiert wer­den aber nur 250 Sei­ten. Das ist die Geschich­te mit den Norm­sei­ten. Da dar­aus aber kein Buch wer­den soll, erzäh­le ich sie nicht wei­ter.

Span­nen­der ist viel­leicht die Fra­ge, wo man unser Buch nun fin­den kann.

Die Ant­wort ist schnell gege­ben. Hier:

Amazon Thalia Weltbild HugendubelBücher.de Buch.de ebook.de


Unsere Anthologie wird bald veröffentlicht.

Das heißt, Mir­jam und ich lösen end­li­ch das Ver­spre­chen ein, euch schon vor­ab ein wenig mehr dar­über zu erzäh­len.

Wenn in der Lie­be »die Che­mie stimmt« weiß jeder, was gemeint ist. Man denkt an die bio­che­mi­schen Pro­zes­se, die sich (angeb­li­ch) in unse­rem Inne­ren abspie­len. For­scher erzäh­len einem von den Hor­mo­nen Dopa­min, Sero­to­nin, Adre­na­lin und Oxy­to­cin, die zusam­men einen Cock­tail erge­ben, der uns dazu bringt, uns zu ver­lie­ben.

Das ist gut und schön, aber wir haben uns gefragt, ob nicht auch die Phy­sik stim­men muss. Ist zum Bei­spiel der Ener­gie­er­hal­tungs­satz (auf dem das New­ton­sche Pen­del beruht) nicht mehr, als nur ein phy­si­ka­li­sches Gesetz? Wir haben lan­ge und inten­siv geforscht und dabei ent­deckt, wie span­nend, roman­ti­sch und ero­ti­sch die Phy­sik sein kann, wenn sie stimmt. Dar­aus haben sich fünf les­bi­sche Lie­bes­ge­schich­ten hin­ter die­sem schö­nen Cover erge­ben.

5-lesbische-Liebesgeschichten

  • Beim »New­ton­schen Pen­del« sto­ßen Kati und Lion immer wie­der auf ein­an­der. Und Kati fragt sich, ob man eine Bil­lard­hal­le als ein geschlos­se­nes System bezeich­nen kann. Eigent­li­ch möch­te sie nur zur Ruhe kom­men, aber Impuls und Ener­gie­er­hal­tungs­satz (oder die Lie­be) machen ihr einen dicken Strich durch die Rech­nung.
  • Im »Fer­ro­ma­gne­tis­mus« stößt die schüch­ter­ne Zoo­tier­pfle­ge­rin Flo nach einem Brand auf die Repor­te­rin Jana, die sich mit einem schmis­si­gen Arti­kel über Flo und den Brand pro­fi­lie­ren will. Aber da spielt Flo nicht mit.
  • In »Gra­vi­ta­ti­on« will Kunst­stu­den­tin Jen­ny eigent­li­ch nur ihre Haus­halts­kas­se auf­fül­len, aber obwohl die Dozen­tin Sonya ihr gegen­über alles ande­re als nett ist, fühlt sie sich doch sehr zu ihr hin­ge­zo­gen.
  • Im »Ohm­schen Gesetz« hin­ge­gen geht es um einen blu­ti­gen Mord. Die Poli­zi­stin Liv sperrt sich dage­gen zu glau­ben, dass Tes­sa Faber einen Mann umge­bracht hat. Obwohl alle Bewei­se dafür spre­chen und Tes­sa sogar ein Geständ­nis abge­legt hat.
  • Im »Zwei­ten Gesetz der Ther­mo­dy­na­mik« hat sich die Dok-Film­re­por­te­rin Mia an ein beson­de­res The­ma gewagt – das Klet­tern. Aber ob die Fels­klet­te­rin Anni­ka küh­ler ist, als der Stein auf den die bei­den hin­auf­stei­gen, muss sich erst noch zei­gen.

Es hat jeden­falls viel Spaß gemacht, sich mit der Phy­sik zu beschäf­ti­gen und immer mehr Par­al­le­len zur Lie­be zu ent­decken. Wir hof­fen, dass wir euch neu­gie­rig dar­auf machen konn­ten, und ihr die For­schung wei­ter betreibt. Viel­leicht kennt ihr ja auch das eine oder ande­re Gesetz, das auf die­sem Gebiet anwend­bar ist. Wenn ja, lasst es uns bit­te wis­sen.

Für mich hat sich übri­gens auch ein per­sön­li­cher Erfolg erge­ben. Ich kann nun dem Phy­sik­leh­rer aus mei­ner Schul­zeit wider­spre­chen. Ich sehe ihn noch heu­te vor unse­rer Mäd­chen­klas­se ste­hen. Aus sei­ner Kör­per­spra­che war eine gewis­se Resi­gna­ti­on zu erken­nen. Dann kam ein Seuf­zen und schließ­li­ch die Aus­sa­ge: »Das Ein­zi­ge, das ihr von der Phy­sik ver­steht ist, da fragt ein Schwein eine Steck­do­se: wie­so haben sie dich denn ein­ge­mau­ert?«

Ihr seht, man lernt nie aus. Und bei der rich­ti­gen Her­an­ge­hens­wei­se kann man jede Theo­rie ver­ste­hen.

In die­sem Sin­ne lie­be Grü­ße und wir lesen uns.

Eure Rike

Was Autorinnen machen, wenn sie nicht schreiben.

Eine Autorin ist fleißig, die andere auf Reisen

Drei­mal dürft ihr raten, wer von bei­den ich bin. (Ja, ich weiß, bei zwei Ant­wort­mög­lich­kei­ten braucht man kei­ne drei Ver­su­che.) Um es nicht so span­nend zu machen: Ich war auf Rei­sen. Aber dazu spä­ter mehr. Erst muss ich geste­hen, dass ich wäh­rend mei­nes Urlau­bes lei­der nicht zum Schrei­ben gekom­men bin.

Aber zum Glück sind Mir­jam und ich mit unse­rer Antho­lo­gie schon vor­her so weit gekom­men, dass mei­ne Aus­zeit zu ver­schmer­zen ist. Lan­ge wird es nicht mehr dau­ern, denn: Was Auto­rin­nen machen, wenn sie nicht schrei­ben. wei­ter­le­sen